Bei einem Sachverständigen werden besondere fachliche Kenntnisse, theoritisches und praktisches Wissen voraus-gesetzt. Es wird erwartet, dass er zu allen Fragen seines Fachgebiets zutreffende fundierte Aussagen machen kann, dies ggf. auch schriftlich darlegen kann, und einen guten Leumund (keine Vorstrafen) nachweisen.

Wesentliche Aspekte der Sachverständigentätigkeit liegen in der Unparteilichkeit und Unabhängigkeit. Die Prüftätig-keit des Sachverständigen muss deshalb klar von einer Beratungstätigkeit unterschieden werden.

Im Rahmen von Prüfungen ist der Sachverständige immer auch Sachwalter des öffentlichen Interesses. Er muss daher auch immer die Sicherheitsinteressen Dritter (Beschäftigte, Besucher einer Veranstaltung) mit beachten. Dabei bewegt sich der Prüfer typischerweise in einem Spannungsfeld der berechtigten Interessen Dritter und den Interessen des Betreibers/Bauherrn, die für ihn kostengünstigste Lösung anwenden zu dürfen.

Der Prüfer für elektrischer Anlagen, muss eine abgeschlossene Berufsausbildung, eine langjährige Berufspraxis und Kenntnisse durch Prüfung vergleichbarer Anlagen haben.

Voraussetzung für die Anerkennung als Sachverständiger für elektrische Anlagen, ist ein Studium der Elektrotechnik oder alternativ als Elektromeister eine öffentliche Bestellung und Vereidigung als Sachverständiger des Elektro-Installateurhandwerks, und mindestens eine 1-jährige Revisionstätigkeit. Ferner ist die Qualifikation durch eine Prüfung bei der VdS-Zertifizierungsstelle nachzuweisen.